Wenn sich Kassenpatienten selbst in eine Klinik einweisen …

… dann müssen sie mit Widerstand ihrer Krankenversicherung rechnen. Die sieht nämlich, außer in Notfällen, gern eine vertragsärztliche Einweisung als Basis für die Kostenerstattung. In einem Urteil vom 19. Juni hat das Bundessozialgericht nun die Patientenrechte gestärkt: Auch abseits von Notfällen sind die Krankenkassen zur Kostenübernahme verpflichtet, wenn die Versorgung „in einem zugelassenen Krankenhaus erfolgt, erforderlich und wirtschaftlich ist“.

Im verhandelten Fall hatte sich ein Mann für drei Wochen zur stationären Behandlung in eine Klinik begeben, ohne von einem Vertragsarzt eingewiesen worden zu sein. Seine Krankenkasse verweigerte im Anschluss die Erstattung der fälligen 5.600 Euro unter Berufung auf die „Selbsteinweisung“. Die Sache ging vor das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, das ebenso für den Patienten entschied wie nun das Bundessozialgericht in der Revision. Sollten in den Bundesländern von diesem Urteil abweichende Regelungen getroffen worden sein, dann sind diese nichtig.

Den Sinn von passende Zusatzversicherungen um in ähnlichen Fälle nicht selbst betroffen zu sein, erkennen viele Betroffenen und Patienten erst dann, wenn das „kann-mir-nicht-passieren-Szenario“ bereits eingetreten ist.

Das gilt für lebensbedrohliche Umstände wie Krebs aber auch für kostspielige Maßnahmen wie z.B. Zahnersatz.

Denken Sie früher an später bzw. früh genug daran und rufen Sie mich einfach für Informationen oder einen Beratungstermin an.